Digitalisierung oder gar Industrie 4.0 ist im Moment im Begriff zum Wunderbegriff der Unternehmensführung zu werden. Jedoch bedeutet er nicht für alle im Unternehmen dasselbe.

Die Einen erwarten, dass damit sämtliche bekannten und noch nicht bekannten Probleme gelöst werden. Die Andern sind sich nur wenig bewusst, wie stark Ihre Aufgaben von der Verfügbarkeit von aktuellen Daten bestimmt sind und wie viel Potential für sie hier vorhanden ist.

Modernisierung, Optimierung und Neuausrichtung von Unternehmen, Prozessen und Werkzeugen war schon immer ein Themen, die von der Unternehmensführung prominent besetzt werden sollten. Mit den nun umfangreichen technischen Möglichkeiten wachsen die möglichen Verbesserungsschritte stark, was die Anforderungen an das zuständige Management entsprechend vergrössert. Bei allen wunderbaren Möglichkeiten der Technologie darf aber nie vergessen werden, dass das Unternehmen bzw. das Umfeld sich mit diesen technischen Möglichkeiten gemeinsam weiterentwickeln muss.

In solchen Phasen der starken und einschneidenden Veränderungen kann es sehr wohl Sinn machen, sich Unterstützung eines erfahrenen Interim Managers zu holen, der ähnliche Situationen in der Funktion des Unternehmensleiters kennt. Eine solche Person kann insbesondere eine wertvolle Unterstützung im Umgang mit den zahlreichen Beratungsunternehmen sein, deren Blickwinkel auf die von ihnen vertretenen Werkzeuge (meist Software) fokussiert und weniger die Sicht auf die langfristig gesunde Entwicklung des Gesamtunternehmens haben.

 Bei einem Projekt zum Thema „Digitalisierung“ sollten die folgenden Aspekte nicht vergessen werden:

  • Stakeholder-Interessen: Wer könnte oder sollte von den neuen Möglichkeiten profitieren? Nicht alle sehen das nur positiv. Sie alle müssen eingebunden werden.
  • Daten: Der wahre Schatz vieler Unternehmen; oft verkannt und dennoch zentral.
  • Konflikt der Fristigkeiten: Heute Strukturen bauen, die solide und flexibel genug sind, um ein rasches Wachsen zukünftiger Lösungen zu ermöglichen. Es bedarf einer starken Vision und Durchhaltevermögen, um nicht wegen kurzfristigen Problemen langfristige Nutzenpotentiale zu verbauen.
  • Wahl der (IT)-Werkzeuge und -Berater: Wichtige Entscheidungen; die zentralen Ziele sollten dabei aber nicht durch falsche Partner aufgeweicht aufgeweicht werden.
  • Wozu tun wir das alles?
    • Wirtschaftlichkeit, Kostensenkung, Effizienz-Steigerung
    • Erweiterung der Märkte (neue Produkte, neue Verkaufs- und Liefernetze, etc.)
    • Wahrnehmbare Kunden- und Lieferantennutzen
  • Vision für die Zukunft mit Vorstellungen zum qualitativen und quantitativen Nutzen: Die Führungs-Crew muss eine Vision haben, wo das Unternehmen hin will und inwiefern die digitalen Werkzeuge helfen, diese umzusetzen.
  • Es geht hier um Werkzeuge (Zeug zum Werken), die dem Unternehmen dienen sollen. Die Technologie darf nicht zum Selbstzweck werden. Jedoch müssen sie so gestaltet werden, damit sie auch für zukünftige Anforderungen erweitert werden können.
  • Laufende enge Kontrolle der konkreten Zielsetzungen, Termine und Kosten ⇒ professionelles Projektmanagement (siehe auch)

Für Projekte, welche so starke und einschneidende Veränderungen auslösen, kann es sehr wohl Sinn machen, sich Unterstützung eines erfahrenen Interim Managers zu holen, der ähnliche Situationen in der Funktion des Unternehmensleiters kennt und gleichzeitig Erfahrung im Aufbau und der Nutzung von modernen Werkzeugen mitbringt. Er muss auch in der Lage sein, verschiedenste Spezialisten der einzelnen Technologien verstehen und führen zu können.

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