Besonders in Phasen der Veränderung stehen die direkt oder indirekt betroffenen Menschen, mitunter auch „Stakeholder genannt“ im Vordergrund. Schliesslich geht es meist darum, sie mit ihrem aktiven Tun oder zumindest mit einem passiven Akzeptieren, die als notwendig erachteten Veränderungen mitzutragen.

Engage:

Als der für den Veränderungsprozess Verantwortlicher, der oft sogar von aussen dazu kommt, ist es angebracht, den und dem Bisherigen mit einem gewissen Respekt gegenüber zu treten. Schliesslich war bisher ja auch nicht immer alles schlecht und die bisherigen Methoden / Strukturen wurden einmal für gut befunden worden. In einem respektvollen Dialog kann ich die Menschen besser kennenlernen. Ich kann erkennen wo die Stärken des Bisherigen liegen.

Am wichtigsten ist aber, dass ich die Notwendigkeit der Veränderung und die vorgeschlagene Lösung besprechen kann. Dazu will ich die Gegenargumente und Bedenken verstehen. Ich lasse mich dabei bewusst auf Situationen ein, in welchen ich möglicherweise Schwierigkeiten haben werde, die richtigen Argumente zu finden.

Ziel ist, dass alle Beteiligten wirklich verstehen, dass eine Veränderung notwendig ist und in welchem Bereich und Ausmass sie Einfluss auf die Ausgestaltung haben.  In diesem Prozess zeigt sich schnell, wer gewillt und in der Lage ist, Teil der neuen Lösung zu sein.

Innovate:

Auf einer Basis mit gemeinsamem Verständnis über die Notwendigkeit und die Art der anstehenden Veränderungen geht es darum, die Beteiligten zu inspirieren und dabei zu unterstützen, den vorhandenen Spielraum auszunützen, um die Lösung so zu konkretisieren, damit sie in der Praxis eine realistische Chance auf Erfolg hat. Da oft die Vorgaben auf den ersten Blick hier nicht mehr viel Spielraum zulassen, braucht es mitunter einiger Anstrengungen und Innovationskraft aber auch Flexibilität, um das zu bewerkstelligen.

Erste Erfolge auf dieser kleinen Reise der Innovation bzw. Ausprägung der Lösung vermitteln Selbstvertrauen, welches auch eine Energie für die Bewältigung von weiteren, noch anspruchsvolleren Aufgaben ist.

Sustain:

Viele Menschen wachsen gerne mit der Aufgabe. Hier ist es nun wichtig, sie dabei zu unterstützen und mitunter mittels dem Beispiel oder Ratschlägen zu befähigen, die neuen Herausforderungen erfolgreich annehmen zu können. Oft reicht es auch, bereit zu sein, um bei Bedarf unterstützend eingreifen zu können.

Die in der Praxis erworbene Erfahrung sollen die Leute nun schrittweise in neuen Situationen anwenden und weiter entwickeln.

Vertrauen als Basis:

Die Grundlage dieser Führungsmethode ist der vertrauensvolle und konsequente Umgang mit den Menschen. Das Vertrauen muss sich dabei zu einer Zweibahnstrasse entwickeln. Das Handeln muss konsequent und konsistent sein. Dazu gehört aber auch, dass jene Beteiligten, die den Prozess mutwillig stören, sanktioniert werden. Auch dies muss klar und transparent erfolgen.

Print Friendly, PDF & Email