An Interim Manager werden hohe Anforderungen gestellt. Diesen gerecht werden zu können, gelingt demjenigen besser, der sich bewusst ist, was er verspricht und was es braucht um in kritischen Situationen die Erwartungen zu erfüllen.

Interim Manager ist KEIN Stellensuchender

Ein Interim Manager übt diese Funktion aus Überzeugung aus und ist KEIN Stellensuchender, der aus Mangel an einer Festanstellung nun halt mal eine temporäre Anstellung annimmt! Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen auf der Suche nach einer Festanstellung halt auch mal mit einer temporären Beschäftigung zufrieden sind und sich dann als „Interim Manager“ bezeichnen. Sie sind sich dann in vielen Fällen nicht wirklich bewusst, was sie versprechen. Folglich kann es dann sehr gut sein, dass das Mandat im Fiasko endet.

Ein Interim Manager ist sich seiner Position bewusst und im Klaren, dass er anders vorgehen muss / kann als seine fest angestellten Kollegen. Erst dann kann er dem Auftraggeber den erwarteten Nutzen und Erfolg bringen.

Zwischen den Mandaten

Der Interim Manager ist sich bewusst, dass er zwischen den Mandaten immer wieder kürzere oder längere Phasen hat, in welchen er kein Einkommen hat. Damit muss er leben können und sich darauf einstellen.

Eigenschaften des Interim Managers

Zu den Eigenschaften eines Interim Managers gehören Fähigkeiten und Eigenschaften wie zum Beispiel, dass er:

  • sich gerne intensiv mit Neuem auseinandersetzt und sehr schnell lernt und versteht (innovativ)
  • gerne mit Menschen zusammenarbeitet (man muss Menschen mögen)
  • sich rasch in ausserordentlichen Situationen zurecht findet (flexibel)
  • nicht aufgibt und immer wieder Lösungen findet (ausdauernd)
  • der den Erfolg des Mandats und damit den seines Auftraggebers zuoberst stellt (zuverlässig)
  • fähig ist, „eine Stufe höher“ zu denken (erfahren)

Der Interim Manager ist sehr flexibel bezüglich

  • Arbeitsort: Es kann auch sein, dass man nicht jeden Abend zuhause verbringen kann
  • Arbeitszeit: Die Aufgabe gibt den Takt vor, oft befindet man sich in Krisensituationen
  • Arbeitsmethoden und Werkzeugen: Es wird mit dem gearbeitet, was der Kunde hat

Der Interim Manager sollte nicht zu stark auf seinen „Status“ bedacht sein:

  • Oft übernimmt er Aufgaben, die scheinbar unter seinen früheren Einstufungen angesiedelt sind. So kann er rasch Wirkung erzielen und seinen Kollegen wertvolle Impulse vermitteln
  • Sein formaler Status im Unternehmen ist nebensächlich. Im Vordergrund steht die übernommene Aufgabe im Sinne des Auftraggebers

Erfolg des Interim Managers

Der Interim Manager ist ein Dienstleister. Seine Leistung wird durch die Bezahlung seiner Rechnungen abgegolten.

Dennoch braucht auch der Interim Manager Erfolge, die ihm immer wieder die Energie vermitteln, um sich in immer wieder neue anforderungsvolle Aufgaben zu stürzen.

Der Erfolg für den Interim Manager sind Dinge wie diese:

  • Der Auftrag kann erfolgreich im Sinne der Zielsetzung abgeschlossen werden
  • Die Übergabe an die Nachfolger ist erfolgt und das Aufgebaute wird weitergeführt
  • Bei Nachfolgeregelungen konnten auch interne Kandidaten neue Chancen erfolgreich nutzen
  • Mitarbeitenden oder Kollegen konnten neue Wege aufgezeigt werden, die diese nun beschreiten
  • Die Karriere des Auftraggebers wurde durch das Mandat gestärkt
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