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COVID-19: So wäre eine kontrollierte Normalisierung möglich

Jan 30, 2021 | Gedanken allgemein, Ideen

COVID Massnahmen

Die meisten von uns sind mehr oder weniger stark und oft sogar sehr schmerzhaft vom COVID-19 Virus oder den deswegen verhängten Einschränkungen und Beschränkung von Grundrechten betroffen.
Ich möchte mit Ihnen hier einen pragmatischen Ansatz und ein dazu gehörendes einfaches Werkzeug diskutieren. Ihre Meinung ist mir sehr wichtig.

TSN-Ansatz

Kern des Ansatzes

Es soll nicht weiter ausschliesslich auf die Beschränkung von Grundrechten gesetzt werden!
Es ist Zeit für mehr positive Aktionen und gezieltes Handeln für Gefährdete, aber auch jene, die nicht infektiös sind!

  • Testen (auf Viren und Antikörper)
    • Anreiz / Motivation dazu muss geschafft werden
    • Viel testen ist essenziell
    • 1 dokumntierter Test pro Woche und Person sollte ab sofort für alle GRATIS sein
    • Die Tests müssen nachweisbar seinD
  • Schützen der wirklich Schutzbedürftigen
    • Wer Gefährdet ist muss besonders geschützt werden
    • Nur wer nicht ansteckend sein kann, darf mit ihnen Kontakt haben
    • Der Zugang muss einfach und aufgrund klarer Angaben kontrollierbar sein
  • Normalisieren in der Art, dass Risiken für Ansteckungen minimal bleiben
    • Öffnung von Läden, Restaurants und Hotels und Offenhaltung der Schulen
    • Für Menschen, die nachweisbar nicht ansteckend sind

Wie bei allen Regelungen in einer freien Gesellschaft basiert auch dieser darauf, dass die Menschen trotz allem den gesunden Menschenverstand walten lassen und ein Mindestmass an Selbstverantwortung wahrnehmen.

Kontagiosität: Mass der Übertragungsfähigkeit eines Krankheitserregers durch eine Person

Grundidee

  • Jedem von uns sollte seine Kontagiosität bewusst sein. Und wenn wir wollen, sollen wir diese auch klar darstellen und kommunizieren können
  • Getestete und alle Personen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Geringe Ansteckungsgefahr darstellen, sollen dies einfach belegen können
  • Dies soll über einen QR-Code ermöglicht werden
  • Alles beruht auf Freiwilligkeit, aber wer mehr Erleichterungen haben will, soll dafür etwas tun
  • Die Sicherheitsvorkehrungen (Abstand, Maske, Hygiene) gelten weiterhin

    Funktionsprinzip

    Klarheit, wer wenig kontagiös oder ansteckend ist

    • Alle können sich auf dem COVID-Portal freiwillig eintragen. Jede eingetragene Person erhält eine Registrierungsnummer, die nicht auf die Person schliessen lässt. Diese Nummer wird zusammen mit dem Lesezugang zum Portal auch als QR-Code dargestellt.
    • Man hinterlegt nur die Nummer einer ID, auf welcher ein Bild ist (wahlweise können dies sein: ID, Pass, Fahrausweis, SwissPass, Lehrlingsausweis, etc.).
    • Wenn dann jemand getestet wird, muss das Resultat auf dieser DB durch die amtliche Stelle eintragen werden. Dafür gibt es einen speziell autorisierten Zugang für zugelassene Stellen.
    • Personen, die gefährdet sind oder eines speziellen Schutzes bedürfen, können diesen Status (keine Angabe wieso der Schutz bestehen muss) durch einen autorisierten Arzt hier eintragen lassen.
    • Aufgrund der im Portal eingetragenen Daten erhält die Person einen COVID-Status.
    • Der Status kann einfach über den QR-Code abgefragt werden. Es wird dann nur ein Farb-Code und keine weiteren Angaben angezeigt.
    • Das ist KEINE Patientendatenbank, sie enthält neben der Ausweisnummer keine persönlichen Daten. Nur die Einträge der autorisierten Stellen.
    • Es kann nun festgelegt wo mit welchem Farb-Code Zutritt gewährt wird oder mit welchem Farb-Code Vergünstigungen oder besonderer Schutz gewährt werden.

    Kontrollierte Normalisierung

      • Private Unternehmen aber auch z.B. Altersheime dürften dann Leute mit bestimmten Farbcodes für gewisse Arbeiten, Veranstaltungen oder Besuche zulassen.
      • Auf der anderen Seite erhalten Menschen mit bestimmten Farb-Codes bestimmte Leistungen und Schutz gezielter. Z.B. prioritäre Belieferung mit Online-Handel bzw. Postzustellung.
      • Mitarbeitende hätten eine klare nachweisebare Basis um gewisse Tätigkeiten abzulehnen bzw. ausführen zu dürfen.
      • Es geht hier nicht um eine Diskriminierung sondern um TSN (siehe oben). Für die Personen, bei welchen das Infektionsrisiko gering ist, soll das Leben etwas weniger eingeschränkt werden.
      • Wir müssen uns damit abfinden, dass Einzelne schwerer betroffen sind Andere. Die Solidarität soll sinnvoll geleistet sein, aber nicht über strapaziert werden. Die Ausschreitungen in einzelnen Ländern zeigen das deutlich.

      Förderung und Belohnung gemeinsamer Anstrengungen

      • Sicher möchten viele Leute in die grüne und gelbe Gruppe gehören und werden sich entsprechend intensiv testen wollen.
      • Eine hohe Testintensität und Eingrenzung der Infektionsherde ist ein wesentlicher Bestandteil der Pandemiebekämpfung.
      • Für grosse Teile der Bevölkerung könnte so eine schrittweise, kontrollierte Normalisierung ermöglicht werden, während gleichzeitig der Schutz der Gefährdeten verstärkt werden könnte.
      • Dieser Ansatz stellt eine realistische Alternative zu den volkswirtschaftlich schädlichen Lockdowns dar.

      Umsetzung

      Technisch

      • IT-technisch ist die COVID-Platform relative einfach machbar. Dazu gibt es ausrechendes Know-How und Kapazitäten in der Schweiz
      • Die Anwendung ist sehr einfach
      • Die Mitführung des selber ausgedruckten QR-Code auf Papier oder auf dem eigenen Smartphone reicht aus
      • Die Kontrolle kann über jedes Smartphone mit Internetzugang erfolgen. Für die manuelle Kontrolle ist keine weitere Infrastruktur notwendig
      • Automatisierung ist überall dort wo Eingangskontrollen bestehen sind möglich

      Schutz vor Missbrauch

      • Damit einzelne Leute nicht mehrere Covid-ID’s hinterlegen kann, können autorisierte Stellen neben dem Farbcode auch die Nummer des Ausweises anzeigen lassen und die Identität über den Ausweis überprüfen. Dieser muss Behörden auf Verlangen vorgewiesen werden können.
      • Wer einen QR-Code fälscht oder widerrechtlich verwendet, begeht Urkundenfälschung. Dazu werden von den Behörden Stichproben der Rechtmässigkeit durchgeführt.

      Datenschutz

      • Mitmachen ist freiwillig. Wer mitmacht erhält zusätzliche Möglichkeiten.
      • Es werden keine Patientendaten gespeichert.

      Behörden

      • Einbezug der autorisierten Stellen ist Voraussetzung
      • Abstimmung mit Ärzten und Behörden

      Politisch

      • Keiner will sich mit einem Vorschlag herauswagen
      • Alle verweisen auf den Bund und der wieder auf die Kanton
      • Die Politik muss mit einem Vorschlag von privater Seite stimuliert werden

      Finanzierung

      • Am besten tun sich private IT-Unternehmen für eine Pilotanwendung zusammen
      • Dann wird bewiesen dass es geht
      • Auf der Basis könnte die Politik einsteigen
      • Das Ganze wird massiv billiger als die hochgelobte Covid-App, von der heute niemand mehr spricht
      • Die Kosten sind im Vergleich mit jenen eines Lockdown kein Thema

      Wir sollten Ansätze nicht verwerfen, weil sie nur 95% Sicherheit bringen und dafür weiterhin bei 0% verharren. Es gibt keinen Weg der alle super gefällt.
      Es ist aber nun Zeit, einen Weg zu wählen, der auch für die Mehrheit von uns erlaubt, die Zukunft wieder zu gestalten und für die Schwachen und Schutzbedürftigten die notwendigen Mittel bereit zu stellen.

      Ich freue mich auf Ihr Feedback und stehe gerne Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung.

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